Das Jahr der Kreativität

Wir werden neue Wege gehen, Dinge ausprobieren und Gott durch unsere Kreativität loben. Es wird spannend, denn neues bahnt sich einen Weg. Hier erfahrt ihr mehr...

So spricht der Herr: „Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.“ Jesaja 43, 18f 

Erläuterungen zum Jahr der Kreativität 2021/ 22


Worum geht es beim Jahr der Kreativität?
Was?
Wir wollen uns neu orientieren und fragen, wie wir als Gemeinde heute ganz praktisch Salz und Licht sein können. Wir sind von Gott mit großer Vielfalt beschenkt und wollen neu entdecken, was der Herr für uns selbst und für die Menschen unserer Stadt bereithält. Im „Jahr der Kreativität“ ist Raum, um die alte, immerwährende Botschaft des Evangeliums in neuen Formen mitzuteilen und zu erleben. Willkommen Zuhause: Jede und jeder ist eingeladen, Ideen einzubringen und auszuprobieren. 
Warum jetzt? Nach Jahren, in denen der Blick überwiegend nach innen ging, sehen wir die Notwendigkeit zu einem missionarischem Neustart. Unsere Motivation ist die Liebe Gottes. Corona hat uns in einen Lockdown gezwungen und damit die Gemeindearbeit fast stillgelegt. Jetzt nach dem Lockdown fragen wir, wie das Comeback aussehen wird. 
Was nicht: Für dieses Jahr, das wie ein Gang durch eine noch unbekannte Landschaft ist, gibt es nur einige wenige Rahmenbedingungen. Für die Frage, was erlaubt und möglich ist, sehen wir uns in einer Art „neutralen Zone“. Das bedeutet, dass Ideen nicht von vornherein aussortiert werden, weil sie z.B. fremd und ungewohnt sind. Innerhalb dessen, was zu einer biblischen Gemeinde passt, ist alles erlaubt. Wir bieten Freiraum zum Ausprobieren, und testen sinnvolle Ansätze, beschließen aber noch keine endgültigen, dauerhaften und kostspieligen Lösungen. 
Wozu? In dieser Phase bekommen wir einen Eindruck von dem, was möglich sein könnte. Es wird klarer, was wir zukünftig Neues machen und auch was nicht unseres ist. Wo Aktivitäten heute nicht mehr zu uns passen, werden wir Altes dankbar loslassen, um Kopf, Herz und Hände für das Neue frei zu machen, dass Gott wachsen lassen will. Jesus im Mittelpunkt, alle im Blick und leichte, einfache Wege zur Gemeinschaft und zu den Menschen unserer Stadt sind hier die Stichworte, die eine Richtung vorgeben. Auf das „Jahr der Kreativität“ folgt dann die abschließenden Phase des Erneuerungsprozesses, in der sich ein Leitbild formt und wir die Strategie für den weiteren Weg entwickeln.

2) Wie soll das gehen und welche Ideen gibt es bereits?
Im Rahmen der drei Abende „Losdenken und Raustauschen“ sind bereits eine Reihe neuer Projektideen entstanden. Auch Vorschläge zur Verbesserung oder Weiterentwicklung von bereits bestehenden Angeboten wurden gesammelt. Ein Überblick, was an den Abenden besprochen wurde, findet sich auf ChurchTools unter Info & Dokumente im Ordner „Losdenken“. 
Wie und wer? Jede und jeder aus unserer Gemeindefamilie kann sich einbringen. Wer eine Projektidee hat, kann z.B. den Projektsteckbrief nutzen, um andere zu informieren und Mitstreiter zu finden. Die Steckbriefe werden über die GL auf ChurchTools im Losdenken-Unterordner „Projekte“ abgelegt. So kann sich jeder einen Überblick verschaffen und bei Interesse mitmachen. Wer möchte, kann für sein Projekt auch eine Gruppe in der GemeindeApp erstellen. So können Leute, die noch dazukommen wollen, einfach und schnell beitreten und haben dadurch, dass sie den Chatverlauf sehen können, gleich einen guten Überblick über den Stand der Planung. Bei technischen Fragen hilft gerne Benjamin Borsutzky. Man kann seinen Steckbrief auch im Gemeindehaus am Infobord aushängen oder einfach im Bekanntenkreis von der Idee erzählen. Erfahrungsgemäß ist die persönliche Ansprache meist der beste Weg, um andere von einer Sache zu begeistern. 
Die Hauptamtlichen und die einzelnen Mitglieder der Gemeindeleitung werden voraussichtlich auch „ihre“ Projekte haben, aber die wesentliche Aufgabe sehen wir darin, die Gemeinde durch den Prozess zu führen, zu begleiten, koordinieren und zu ermutigen. In dieser Phase des „kreativen Chaos“ formt sich, was uns zukünftig als Gemeinde ausmachen wird. 

3) Absprachen für den Weg    
Ähnlich wie bei gemeinsamen Unternehmungen mit mehreren Familien oder Freunden braucht es auch für die Zeit, die vor uns liegt, einige Absprachen. Was brauchen wir, damit möglichst alle mitmachen und sich auf Veränderungen einlassen können, lautete die Frage, über die wir beim 2. „Losdenken & Raustauschen“ gesprochen haben. Die dabei gesammelten Ergebnisse aus den verschiedenen Generationen unserer Gemeinde haben wir gebündelt und daraus die folgenden Sätze formuliert. Es geht hierbei nicht um Maßnahmen, die wir erreichen wollen, sondern um die Haltung, mit der wir uns als Gemeinde auf den Weg in unbekanntes Land begeben. Diese Absprachen werden besonders wichtig, wenn wir an Punkte kommen, wo es unterschiedliche Meinungen geben kann. 

In unserer Gemeinde ... 

  • wollen wir immer zuerst nach dem fragen, was Jesus Christus sagt und tun, was er an unserer Stelle tun würde. 
  • wollen wir den Menschen in unserem Umfeld dienen und nicht allein an uns denken.
  • wollen wir einander ermutigen und aufbauen. 
  • wollen wir, dass sich die Generationen kennen und voneinander lernen.
  • machen wir nach Kräften mit, unterstützen uns gegenseitig und lernen voneinander. 
  • haben wir alle im Blick.
  • sind wir offen für Veränderung und Innovation.
  • achten wir auf frühe Kommunikation und fragen nach, wenn wir etwas wissen möchten. 
  • vertreten wir unsere Meinung mit Respekt und Offenheit für andere Sichtweisen. 
  • glauben wir das Beste über andere. 
  • akzeptieren wir Meinungsverschiedenheiten als normal in einer vielfältigen Gemeinschaft.
  • äußern wir Kritik auf direktem Weg gegenüber der betreffenden Person und suchen wohlwollend und aufbauend nach Verständigung. 
  • gehen wir davon aus, dass Entscheidungen durch die zuständigen Leiter und Gremien verantwortlich getroffen werden und tragen sie mit, auch wenn wir persönlich anders entschieden hätten.

4) Vernetzung und Austausch auf dem Weg
Wie bei einer Wanderung gibt es regelmäßige Pausen, wo wir zusammenkommen, auftanken und uns austauschen. Dazu dienen die Treffen „Losdenken & Raustauschen“, die i.d.R. an jedem 1. Mittwoch eines Monats um 19.00 Uhr stattfinden. Dort wollen wir von dem Erzählen, was sich entwickelt und was der Herr tut. Wir wollen uns stärken, das Ziel im Blick behalten und allen die Möglichkeit eröffnen, dazuzukommen. Auch die bekannten Wege der Kommunikation wie z.B. Ankündigungen, Newsletter, GemeindeZeitung oder die Gemeinde-App werden helfen, informiert zu bleiben.